New-Hope-Projekt

Neue Hoffnung für Frauen in Kibera

Das New-Hope-Projekt (Neue-Hoffnung-Projekt) befindet sich in Kibera, Nairobis größtem Slumgebiet. Frauen nähen dort Schürzen, Kissenbezüge, Tischdecken und vieles mehr und besticken diese mit afrikanischen Motiven.

Kibera ist vollgestopft mit kleinen Lehmhütten mit Wellblechdächern, in denen insgesamt etwa eine Million Menschen leben, z.T. sechs bis acht Personen in einem Raum. Schmutz, fehlende Kanalisation, Wasser- und Stromknappheit, tödliche Krankheiten, herumziehende Banden, Hausplünderungen und plötzliche Ausbrüche von Gewalt unter den verschiedenen Stämmen lassen das Leben in Kibera zum ständigen Kampf werden.

Bei einer Arbeitslosenquote von 50 bis 60 % ist es kein Wunder, dass die meisten Frauen mittellos und allein gelassen sind, sich und ihre Kinder zu ernähren. Viele schlittern daher in die Prostitution ab.

unknown-32Trotz der anscheinend hoffnungslosen Situation versuchen viele Frauen über die Runden zu kommen, indem sie kleine Läden oder Geschäfte betreiben. Einige dieser Bemühungen werden von Organisationen außerhalb Kiberas unterstützt.

Dazu gehört auch das “Neue Hoffnung” Projekt, das nach dem Prinzip “Hilfe zur Selbsthilfe” arbeitet. Etwa 30 Frauen wird ermöglicht, nähen zu lernen und eine staatlich anerkannte Prüfung abzulegen. Mit diesem Abschluss können sie sich eine Stelle suchen oder sich selbständig machen.

Die Frauen besticken außerdem Blusen, Kissenbezüge, Tischdecken etc. Diese Stücke werden verkauft und der Erlös trägt dazu bei, dass die Frauen für ihre Familien sorgen können.

Hauptziele des Neue Hoffnung Projekts:

  • Frauen aus unterschiedlichen Stämmen und Hintergründen zusammenzubringen, damit sie Gottes Wort hören, das ihnen anhand von biblischen Geschichten einmal wöchentlich vorgestellt wird. Hier bekommen die Frauen Antworten auf ihre Lebensfragen und Hilfe in ihren Problemen und beschwerlichen Familiensituationen. Einige der Frauen sind zum Glauben gekommen und lernen nun, Gott in ihrer täglichen Not zu vertrauen.
  • Fähigkeiten in Handarbeit weitergeben, die es den Frauen ermöglichen, ihren eigenen Lebensstardard und den ihrer Familien zu erhöhen.
  • Gesundheitslektionen und HIV/AIDS Aufklärung zu unterrichten; vorbeugend und begleitend, beides ist so zutreffend und geschätzt in dieser mühevollen Umgebung.